Die politischen Ereignisse waren in der letzten Zeit alles andere als rosig für unsere deutschen Energieversorger. Gestern wurde die Kernbrennstoffsteuer durch EuGH für rechtsgültig erklärt. Heute hat der norwegische Pensionsfond den Ausstieg aus Unternehmen beschlossen, deren Umsatz zu mehr als 30% auf Kohle basiert. Dies würde nach aktuellem Stand sowohl Eon, Rwe als auch Vattenfall betreffen und zieht folglich den ganzen Sektor der Energieversorger nach unten.
Diesem Trend folgend wirkten sich die Verluste auch kräftig auf Verbund aus. Ein klare Übertreibung des Marktes und ein Merkmal für dessen Ineffizienz. Die Betrachtungsweise nach Sektoren ist nun mal viel zu grobkörnig und beachtet nicht die Tatsache, dass Verbund über 90% seines Stroms mittels erneuerbarer Energien erzeugt.
Auch wird übersehen, dass die erwähnten politischen Ereignisse in erster Linie zwar negativ wirken, jedoch auch mittelfristig für steigende Strompreise sorgen könnten.
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Freitag, 5. Juni 2015
Freitag, 17. April 2015
AMDs Drahtseilakt
Im Grunde war ich mir sicher, dass die Q1.2015-Zahlen schlecht ausfallen werden. Doch ich wäre ein Heuchler, wenn ich behaupten würde, nicht etwas Hoffnung auf eine Überraschung gehabt zu haben.
Der Geschäftsbericht liest sich wie ein Horrorbuch für Investoren. Die Wörter "loss" und "decrease" springen einem förmlich ins Auge, egal wohin man blickt. Umsatz fällt, Verlust steigt, Schulden werden ausgeweitet...doch Stopp. Solange keine neuen Produkte erscheinen, die zumindest an die überstarke Konkurrenz aufschließen, braucht man auch keine Wunder erwarten. In dieser Hinsicht gibt es weiterhin Hoffnung.
Die Auslieferung der Carrizo-APU hat bereits begonnen, sodass in den kommenden Monaten erste Endprodukte auf den Markt kommen werden. Ich bin schon extrem auf die ersten Testergebnisse der kombinierten CPU/GPU gespannt.
Die neue GPU-Generation, die wahrscheinlich auf den Namen Radeon R9 300 getauft wird, dürfte auch noch dieses Jahr auf den Markt kommen. Hier wird ein Game-Changer erwartet, der Nvidia für eine gewisse Zeit vom Thron stoßen könnte.
Nachhaltige Besserung der Geschäftsentwicklung erwarte ich frühestens ab Q2.2016.
Eines ist klar, AMD ist nichts für Investoren mit schwachen Nerven und ist höchst spekulativ. Kurzfristige Kurseinbrüche bis 1,50 € sind durchaus drin. Dem steht aber ein gewaltiges Potential gegenüber, welches entfachen wird, falls es AMD gelingt den Drahtseilakt erfolgreich zu absolvieren. Die kommenden 2-3 Jahre werden entscheidend sein.
Ich werde die bestehende AMD-Position notfalls bis zum bitteren Ende halten, getreu dem Motto: "Alles oder nichts."
Der Geschäftsbericht liest sich wie ein Horrorbuch für Investoren. Die Wörter "loss" und "decrease" springen einem förmlich ins Auge, egal wohin man blickt. Umsatz fällt, Verlust steigt, Schulden werden ausgeweitet...doch Stopp. Solange keine neuen Produkte erscheinen, die zumindest an die überstarke Konkurrenz aufschließen, braucht man auch keine Wunder erwarten. In dieser Hinsicht gibt es weiterhin Hoffnung.
Die Auslieferung der Carrizo-APU hat bereits begonnen, sodass in den kommenden Monaten erste Endprodukte auf den Markt kommen werden. Ich bin schon extrem auf die ersten Testergebnisse der kombinierten CPU/GPU gespannt.
Die neue GPU-Generation, die wahrscheinlich auf den Namen Radeon R9 300 getauft wird, dürfte auch noch dieses Jahr auf den Markt kommen. Hier wird ein Game-Changer erwartet, der Nvidia für eine gewisse Zeit vom Thron stoßen könnte.
Nachhaltige Besserung der Geschäftsentwicklung erwarte ich frühestens ab Q2.2016.
Eines ist klar, AMD ist nichts für Investoren mit schwachen Nerven und ist höchst spekulativ. Kurzfristige Kurseinbrüche bis 1,50 € sind durchaus drin. Dem steht aber ein gewaltiges Potential gegenüber, welches entfachen wird, falls es AMD gelingt den Drahtseilakt erfolgreich zu absolvieren. Die kommenden 2-3 Jahre werden entscheidend sein.
Ich werde die bestehende AMD-Position notfalls bis zum bitteren Ende halten, getreu dem Motto: "Alles oder nichts."
Sonntag, 15. März 2015
VERBUND AG - Geschäftsjahr 2014: Der kleine grüne Riese
Ich wollte bereits beim Erscheinen der 2014er Geschäftszahlen am Mittwoch, den 11.03.2015, ein Statement hierzu abgeben. Hab mir aber doch ein paar Tage zum Sacken gelassen.
Das Schlechte zuerst: Die VERBUND AG hat im vergangen Jahr insgesamt weniger Strom erzeugt, jedoch durch aktiven Handel mehr abgesetzt. Die Strompreise sind weiter gefallen, was sich im geminderten Umsatz niedergeschlagen hat. Die Dividende wurde von 0,55€ im Vorjahr auf 0,29€ gekürzt, was einem Abschlag von 47% entspricht. Dividendenorientierte Anleger dürfte dies in Scharen aus der VERBUND-Aktie treiben. Die Schlimmste der schlimmen Nachrichten ist aber der Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr: Der Vorstand erwartet weiter sinkende Strompreise!
Zusammengenommen ist das schon ein harter Brocken, den es erst zu verarbeiten gilt.
Doch der Bericht enthält auch positive Aspekte, die einem nicht ins Auge fallen, wenn der Blick nur auf die erwähnten Zahlen fällt.
Da ist erstmal die Tatsache, dass trotz des schwierigen Marktumfeldes unterm Strich dennoch ein positives Ergebnis rauskommt, wo die deutschen Energieriesen Rekordverluste vorweisen. Der Ausblick des Vorstandes erwartet auch im kommenden Jahr keine Verluste.
Vor allem freut es mich, dass VERBUND den Anteil an erneuerbaren Energien konsequent ausbaut und die Erzeugung aus fossilen Quellen reduziert. So konnte der Anteil an Wasserkraft um 0.8% ausgebaut werden. Strom aus Wind- und Sonnenkraft konnte sogar um satte 43% im Verhältnis zum letzten Jahr gesteigert werden. Dafür hat man bei der Wärmekraft (Kohle- und Gas-Kraftwerke) merklich auf die Bremse gedrückt, hier erzeugte man fast um die Hälfte (-49,6%) weniger.
Insgesamt bin ich von VERBUND weiterhin überzeugt. Der Strompreis kann zukünftig insgesamt nur steigen, spätestens wenn der Ölpreis anzieht. Unter diesen Umständen dürften auch die Finanzzahlen deutlich zulegen.
Fazit: VERBUND bleibt ein wichtiger Bestandteil meines Portfolios.
Doch der Bericht enthält auch positive Aspekte, die einem nicht ins Auge fallen, wenn der Blick nur auf die erwähnten Zahlen fällt.
Da ist erstmal die Tatsache, dass trotz des schwierigen Marktumfeldes unterm Strich dennoch ein positives Ergebnis rauskommt, wo die deutschen Energieriesen Rekordverluste vorweisen. Der Ausblick des Vorstandes erwartet auch im kommenden Jahr keine Verluste.
Vor allem freut es mich, dass VERBUND den Anteil an erneuerbaren Energien konsequent ausbaut und die Erzeugung aus fossilen Quellen reduziert. So konnte der Anteil an Wasserkraft um 0.8% ausgebaut werden. Strom aus Wind- und Sonnenkraft konnte sogar um satte 43% im Verhältnis zum letzten Jahr gesteigert werden. Dafür hat man bei der Wärmekraft (Kohle- und Gas-Kraftwerke) merklich auf die Bremse gedrückt, hier erzeugte man fast um die Hälfte (-49,6%) weniger.
Erklärtes Ziel des Unternehmens ist es, bis 2020 eine 100% CO2-freie Stromerzeugung zu erreichen, was sowohl aus ökologischer als auch aus finanzieller Sicht eine kluge und weitsichtige Entscheidung ist.
Auch ist die Konzentration auf Deutschland als wichtigsten außerheimatlichen Markt eine begrüßenswerte Ausrichtung. In Verbindung mit dem beschlossenen Ausstieg aus der Atomenergie könnte VERBUND sich zum wichtigen strategischen Partner für Deutschland entwickeln. Über 40% des erzeugten Stroms wurde nach Deutschland exportiert.
Insgesamt bin ich von VERBUND weiterhin überzeugt. Der Strompreis kann zukünftig insgesamt nur steigen, spätestens wenn der Ölpreis anzieht. Unter diesen Umständen dürften auch die Finanzzahlen deutlich zulegen.
Fazit: VERBUND bleibt ein wichtiger Bestandteil meines Portfolios.
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